News

1. Kindertag in der Dialyse 07.03.2013

26. März 2013
Info-Nachmittag im Medizinischen Versorgungszentrum: Kinder erfahren, wie man Blut wäscht   "Er stand da mit offenem Mund und offenen Augen, dann kamen die Fragen", erzählt Erwin Eichhorn über seinen Enkel Kevin Ziegler. Der damals Fünfjährige beobachtete seinen Großvater bei der Dialyse im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Nierenerkrankungen auf der Schönau. Daraus entstand mit Ärztin Dr. Justine Warzok die Idee, während der Nierenwochen der Deutschen Nierenstiftung einen Kindernachmittag zu veranstalten. Nun war es soweit: Mitarbeiter der Praxis zeigten 25 Kindern im Alter von fünf bis 14 Jahren Blutabnahme, Dialyse, Urinprobe und Ultraschall. Anschließend durfte der Nachwuchs selbst das medizinische Gerät ausprobieren.   Andreas Scheuermann erklärt den Kindern, wie man Blut abnimmt. An einer Armattrappe dürfen sie einen Stauschlauch anlegen, um die Venen besser fühlen zu können. Mit einem Butterfly, einer Art Kanüle, wird dann das Blut in einer Spritze abgenommen.   An der Puppe Willy zeigt Manuela Warnke die Dialyse. Zwei Kanülen werden am Armgelenk mit einem Pflaster befestigt. Dann fließt künstliches Blut in die Schläuche und das Dialysegerät beginnt zu arbeiten. "Jetzt wird das Blut geputzt und von Giften befreit", erzählt Warnke. In vier Stunden werden so bei einem Dialyse-Patienten 90 Liter Blut gewaschen.   Urinprobe und Ultraschall    Gesine Braun testet den Urin des Nachwuchses mit einem Schnelltest. Geprüft werden unter anderem Salze, pH-Wert sowie rote und weiße Blutkörperchen. Beim Ultraschall trägt Dr. Warzok ein Wassergel auf den Bauch eines Freiwilligen in Höhe des zwölften Brustwirbels auf. "Mit dem Schall können wir in den Körper reinschauen", erklärt die Medizinerin. Sie zeigt den Kindern den Schallkopf und fährt damit über den Körper. Auf dem Bildschirm erscheint ein schwarz-weiß Bild. "Das sieht aus wie ein Dinosaurier", meint ein Junge.  "Ich glaube, wenn wir heute fertig sind, wollen alle von euch Ärzte werden", prophezeit Justine Warzok am Ende. Angesichts des vielerorts zu beobachtenden Ärztemangels wäre dies doch ein angenehmer Nebeneffekt der Veranstaltung. eli   (Quelle: Mannheimer Morgen / Mittwoch, 13.03.2013) http://www.morgenweb.de/mannheim/stadtteile/schonau/kinder-erfahren-wie-man-blut-wascht-1.948217   An einer Armattrappe erklärte Andreas Scheuermann den Kindern, wie man einem Patienten Blut abnimmt. © tröster   Wissenswertes über Dialyse - Medizinisches Versorgungszentrum: Kindertag   Groß war der Andrang beim Kindertag am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Nierenerkrankungen und Bluthochdruck in Mannheim-Schönau. Am Donnerstag besuchten 25 Kinder im Alter von vier bis 13 Jahre das MVZ, um allesWissenswerte über Dialyse zu erfahren.   Eingeteilt in sechs Gruppen, durchliefen die Kinder einen Parcours mit vier Stationen. Betreut von Schwester Manuela konnten sie an der Dialysestation realitätsnah erleben, wie eine Behandlung abläuft, wobei bei der Demonstration eine Patientenpuppe zum Einsatz kam. Zu sehen war dort auch ein aufgeschnittener Filter, mit dessen Hilfe die Kinder verfolgen konnten, wie die Giftstoffe aus dem Blut gewaschen werden.   Bei der Blutabnahme-Station konnten die neugierigen Besucher mit Hilfe von Pfleger Andreas an einem künstlichen Arm ausprobieren, wie es ist, eine Nadel zu legen und das Blut abzunehmen. An der Urinstation – betreut von Schwester Gesine durften die Kinder mittels eines Urinsticks ihren eigenen Urin untersuchen, um zu ermitteln, wie viel Bluteiweiß und wie viele weiße Blutkörperchen im Blut sind. Einblicke in den Aufbau einer Zelle gewährte die Ultraschall- und Mikroskopstation, die Dr. Justine Warzok betreute.  „Der Kindertag war so erfolgreich, dass wir den sicher im nächsten Jahr noch einmal machen“, kündigte Dr. Justine Warzok an. (gai)   (Quelle: Wochenblatt Mannheim / Donnerstag, 14.03.2013) http://www.wobla.de/html/metropolregion/2013_11/wochenblatt.pdf   Dr. Justine Warzok (rechts) vom medizinischen Versorgungszentrum Schönau hilft den Kindern bei einer Ultraschalluntersuchung. Foto: PS   Ein kleiner Teilnehmer des Kindertages war so begeistert, dass er ein Tagebuch gezeichnet hat:       Reger Andrang beim 1. Kindertag der Dialyse Mannheim-Schönau   Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) für Nierenerkrankungen und Bluthochdruck in Mannheim-Schönau öffnete im Rahmen der Nierenwochen der Deutschen Nierenstiftung erstmals seine Türen für einen Kindertag.    Aktion im Rahmen der Nierenwochen:  Seit das MVZ 2012 als Zusammenschluss mit der Dialyse und dem Hausarzt Dr. Decker geründet wurde, gab es schon allerhand interessante Aktionen. Nachdem die Aufforderung der Deutschen Nierenstiftung zu Aktionen im Rahmen der Nierenwochen kam, überlegte das Praxisteam, was man machen könnte.  Der kleine Kevin holt Opa von der Dialyse ab:  Da kam der 5-jährige Kevin und holte seinen Opa von der Dialyse ab. Er stand mit großen Augen vor der Maschine und sog jedes Wort ein, das Schwester Manuela Warnke ihm erklärte.    Und so war die Idee zum Kindertag geboren. 25 Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren besuchten an einem dialysefreien Nachmittag das MVZ, wo ihnen die Therapieform der Dialyse anschaulich und kindgerecht nähergebracht wurde.   Die Kinder erwartete ein umfangreicher Parcours mit vier Stationen, in dem sie in sechs kleinen Gruppen sowohl schauen, als auch – unterstützt von medizinischem Fachpersonal – einige Dinge selbst ausprobieren können. Dass selbst die Kleinsten eine schnelle Auffassungsgabe und bereits viel Hintergrundwissen mitbrachten, faszinierte die Organisatoren.    Schwester Manuela erläuterte den Kindern mit Hilfe der Reanimations-Puppe „Willi“ die Dialyse. Zwei Kanülen wurden an Willis Arm mit einem Pflaster fixiert. Dann floss künstliches Blut durch die Schläuche, und das Dialysegerät begann mit der Arbeit „Jetzt wird das Blut gewaschen!“, erklärte Schwester Manuela. „Das Dialysegerät übernimmt die Arbeit der Niere, bzw. es unterstützt sie und filtert alle Giftstoffe aus dem Blut. Und jetzt ratet mal, wie viel Blut wir so in einer Sitzung waschen können?“    Die Antworten reichten von 3 bis 6 Litern, ganz Mutige wagten sich bis zu 10 Litern vor. Aber keiner kam auf die richtige Lösung, nämlich dass – je nach Körpergröße – in jeder Minute ca. 300 ml Blut durch die Dialyse fließt, so dass in einer Sitzung etwa 72 Liter Blut gewaschen werden.    Diese Zahl resultiert daraus, dass der Mensch je nach Körpergröße zwar nur ca. 5 bis 6 Liter in sich hat, dieses aber während einer Dialysesitzung nicht nur einmal, sondern mehrmals gereinigt und von Giftstoffen befreit wird, was die Kinder anhand eines ausgeschnittenen Dialysefilters auch anschaulich verfolgen konnten. An der nächsten Station erklärte Pfleger Andreas Scheuermann den Kindern, wie man Blut abnimmt. Und hier war mitmachen angesagt! „Dürfen wir hier wirklich Blut abnehmen?“, fragten sie ungläubig. Nacheinander legten die Kinder einer Armattrappe einen Stauschlauch an, um die Venen besser fühlen zu können, bevor mit einem Butterfly das Blut abgenommen wurde. „Warum heißt das Butterfly?“, fragte Pfleger Andreas. „Weil das aussieht wie ein Schmetterling!“, riefen die Kleinen.    Nur ein Versuch zum Punktieren:  Die Kleinen waren so fingerfertig, dass sie meist nur einen Versuch brauchten, um die Vene zu punktieren. Sie schauten fasziniert, wie sich das Blutröhrchen anschließend mit dem künstlichen Blut füllte.    Ganz Mutige durften an der dritten Station des Parcours bei Schwester Gesine Braun ihren eigenen Urin mittels eines Teststreifens, des sog. Combur-Tests, untersuchen.    An der Mikroskopstation gewannen die Kinder Einblick in den Aufbau einer Zelle. Dr. Justine Warzok hatte bereits im Vorfeld Zwiebelschalen und ein Urinsediment präpariert. Dann wurde ein Freiwilliger gesucht, der sich von ihr einen Ultraschall durchführen ließ. Dazu trug sie dem Kind ein Wassergel auf den Bauch in Höhe des zwölften Brustwirbels auf. Sie zeigte den kleinen Forschern den Schallkopf und erklärte ihnen, dass man mit dem Schall in den Körper reinschauen kann.    Dann durften sich auch die Kinder gegenseitig schallen. Sie bekamen ganz schnell einen geschulten Blick für die Anatomie der Nieren. Als auf dem Bildschirm ein Schwarzweiß-Bild erschien, meinte ein Junge, dass das aussehe, wie ein Dinosaurier.    Seit dem Zeitalter der Dinosaurier haben wir uns aber deutlich weiter entwickelt und Erfindungen gemacht, die unser Leben bereichern und verlängern, wie die Dialyse.    Am Kindertag übten die jungen Besucher das Dialysieren an der Reanimations-Puppe "Willi", durch die künstliches Blut fließt.   (Quelle: www.nierenpatient-online.de / „Der Nierenpatient, 3 / 2013“)     Am 07.03.2013 veranstalten wir in unserer Praxis im Rahmen der Nierenwochen (http://www.nierenstiftung.de/termine/nierenwochen/) einen Kindertag "Ein Tag für Kinder in der Dialyse", wo wir zwischen 13 und 18 Uhr Kindern von 5 bis 14 Jahren Einblicke in die Arbeit in einer Dialysepraxis gewähren.   Wir stellen die Dialysemaschinen vor, erklären das Prinzip des Stoffaustauschs, zeigen verschiedene Gefäßzugänge, usw. Die Kinder dürfen mikroskopieren, ihren eigenen Urin untersuchen, Blutdruckmessen, usw. Wer Interesse hat, kann sich bei uns unter info@mvz-nierenerkrankungen.de anmelden.